Die Idee zu dem Projekt HYMNE AN DIE NAMEN entstand im September 2008. Im Rahmen einer Gedenkfeier sang die Mezzosopranistin Kim Seligsohn für ihre 1943 in Auschwitz ermordete Großmutter Marianne Peukert, geborene Seligsohn. Aus dieser Erfahrung heraus wuchs der Wunsch auch anderer Opfer des Holocaust in dieser individuellen Form zu gedenken.

Das musikalische Projekt HYMNE AN DIE NAMEN war geboren. Im Wege der Improvisation verwandelt Kim Seligsohn gesungene Namen in sphärische Klänge, sie werden gewissermaßen "heraus komponiert“. Die einzelnen Stimmen, jeweils live aufgenommen, verbinden sich zu einem Raum aus harmonischen und disharmonischen Reibungen.

HYMNE AN DIE NAMEN wird seitdem an unterschiedlichen Plätzen aufgeführt: bei Stolperstein-verlegungen, auf Gedenkfeiern und in Gedenkstätten, Kirchen, Museen und in Akademien. Eine Zusammenarbeit mit Berliner Schulen erlaubt das Thema außhalb des Lehrplanes auf sehr persönliche und musikalische Weise aufzugreifen. Im Rahmen von Zeitzeugenveranstaltungen schlägt HYMNE AN DIE NAMEN dabei eine Brücke zwischen den Generationen.

Die Künstlerische Leiterin und Initiatorin des Projektes ist die Mezzosopranistin Kim Seligsohn. 1965 in Bremen geboren, erhielt sie zunächst Ballettunterricht bei Johann Kresnik, absolvierte ein Gesangsstudium bei Prof. Kurt Moll und Hans Sotin, wirkte in verschiedenen Theaterproduktionen mit und übernahm diverse Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. Sie komponierte Filmmusik und Hörspielmusik für das Deutschlandradio und initiierte die Konzertreihe „Musik trifft sich“ im Teehaus Berlin. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Sängerin.

Im Jahr 2009 wurde HYMNE AN DIE NAMEN von der Stiftung ZURÜCKGEBEN, welche jüdische Frauen aus Kultur und Wissenschaft unterstützt, gefördert. 




Projektbeginn:  September 2008
Projektdauer:    offen
Wirkungsorte:   Deutschland, Polen